Musikvideo: You and me against the world

Musikvideo: YOU AND ME AGAINST THE WORLD

Hey! Los geht's!

Ich hatte Euch ja schon vom ersten Musikvideo erzählt. Und das war echt sooo hardcore, dass ich eigentlich erst einmal kein Neues drehen wollte. Aaaaber so wie es halt ist, ging die Planung direkt bei der Veröffentlichung des ersten Videos los. Man lernt halt nicht dazu. Oder doch?

Das Video von YAMATW sollte von der Stimmung ganz anders als Y werden. Lustig, mit einer Wendung. 
Ich hatte damals, als ich das Lied geschrieben habe, so eine Fallout- Szene im Kopf. Ruinen, Raider, Puppen?! Halt etwas, was an eine Welt nach einer Apokalypse erinnert. 
Also ging’s wieder ans Drehbuch-Schreiben.

HEY I'm the Bad Guy - your mom was right

Worum es geht: 

Wie gesagt, handelt es von einer Welt NACH einer Katastrophe – welche genau, weiß man nicht. Vielleicht war es der Klimawandel, vielleicht Kriege, vielleicht etwas Nukleares. Die Welt ist zerstört, man sieht Ruinen und verstaubte Räume.

Eine Raiderin hat ihren Bruder verloren und läuft zu seinem Grab. Auf dem Weg sammelt sie noch Nahrung in Ruinen, die sie dann mit einem Schild “SHARE LOVE; TAKE WHAT YOU NEED” für andere zurück lässt. 

Ende.

Erklärung

Das klingt ja ziemlich simpel, oder? War es aber nicht! 
Das Hauptproblem war tatsächlich, wie man den Zuschauer erstmal ahnungslos lässt. Ich wollte den “Tod des Bruders” erst in der Mitte des Videos bekannt geben. Quasi als Erklärung, warum sie zu einem Grab läuft und wer das ist und so weiter. Und Holy Moly, wie macht man das? Irgendwann fiel mir ein, dass man das vielleicht mit einer Rückblende erreichen kann, Mit Outfit- und Locationwechsel, anderen Farben, etc. 
Und so wurde es gemacht. Der Schauspieler für “little brother” war dann tatsächlich mein echter eigener Bruder. Was das alles auch echt hart machte, denn es tat mir in der Seele weh, ihn optisch halb tot im Schlamm liegen zu sehen. 

Das Kreuz habe ich dann aus den Holzresten gebastelt, die noch von der Hintergrundwand aus “Y” übrig geblieben sind. 
Und da ich auch immer versuche, die anderen Songs mit dem Video zu verbinden, habe ich den Dämon aus dem Musikvideo “Y” auch in YAMATW vorkommen lassen. Habt ihr ihn schon gefunden? 
Außerdem sind da noch weitere “Eastereggs” versteckt. Welche Lieder findet ihr noch?

Gefilmt hat wieder meine liebe Schwester. Wir haben im Vorfeld wieder die Kamerafahrten geübt und besprochen und diesmal lief es auch noch flüssiger als beim ersten Mal. 
Außerdem hat uns bei diesem Dreh Niklas Leißner bei der Vorbereitung und als Mr. Panzertape unterstützt. 

So. Hart.

Tag 1

Wir hatten das Glück, dass wir auf einem alten Bauernhof drehen durften, der aktuell renoviert wird und deswegen Teile hat(te), die eine perfekte Kulisse für das Video darstellten.
Allerdings hatten wir total die Wetterumbrüche an dem Tag. Es regnete stark, irgendwann kam die Sonne raus und dann war es wieder stark bewölkt.
Die erste Halle, in der wir eigentlich drehen wollten, ist im Regen unbenutzbar. Überall regnet es rein und einige Teile sind morsch und gefährlich.

Deshalb haben wir dann umgeplant und haben im langen Gang gedreht. 
Die erste Szene war relativ schnell gedreht, die zweite allerdings nicht. 
Sie spielte in einer kleinen Werkstadt, die bei Sonnenlicht wunderschön aussah, sobald die Sonne allerdings nicht schien, viel zu dunkel war. Also mussten wir immer die Wolkenphasen abwarten und schnell in der Sonne drehen, was uns dann für 16 Sekunden Film!!! 2 Stunden kostete. 

In der Werkstatt kippte dann auch noch Karl, die Puppe um und die Winkel am Hals brachen raus. R.I.P. Karl.

Tag 2

Das Zittern ging weiter. Es wurde nämlich noch einmal bewölktes Wetter angesagt. Und die letzten Szenen sollten alle draußen spielen. Neeeein. 

Aber hey. Die Raiderszenen, Nahrungssuch-Szenen und Tanzszenen liefen gut und schnell, auch wenn mir Letzteres echt peinlich war. Karl mussten wir mit Panzertape kleben, weil der Sturz vom Vortag meine Konstruktion kaputt gemacht hatte.
Anstregend war auch, dass wir bei jedem Locationwechsel unsere kleine Basis umbauen mussten. Wir hatten einen Tisch, Essen, und seeehr viel Kamerakram. 
Naja, immerhin konnten wir uns dann auch einen Workout sparen. 

Wie befürchtet waren die Outdoorszenen schwierig zu drehen. Der Wechsel zwischen Sonne und Wolken machte uns echt zu schaffen und wir mussten so oft pausieren und im selben Moment auch wieder hetzen. 

Aber yaay, am Ende hatten wir die Szenen (bis auf die Rückblende) im Kasten! 

Tag 3

Nachmittag, Nieselregen. Optimal um zu filmen, oder? Nicht.
Aber was wären denn Drehtage ohne Chaos? 
Der Tag lief allerdings wirklich gut. Keine Probleme (bis auf das ekelige Wetter), keine Besucher, keine technischen Probleme. Bämm. 
Nur die Kamerafrau fiel einmal während der Rennszene hin, aber es gab keine Verletzten.

Also alles an dem Tag lief. Nur nicht die Kamerafrau. Sie lag. (haha)
Und den Schlamm durften wir auch mitnehmen. Hat sich also wirklich richtig gelohnt. Sogar für die Auto-Wasch-Anlage. 


Fazit: es war unglaublich anstregend, aber auch total witzig. Und allein für die Erinnerungen hat es sich total gelohnt. Schaut Euch einfach selbst das Video an!

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2 Kommentare zu „Musikvideo: You and me against the world“

  1. Schön etwas aus dem Drehalltag zu lesen. Immer wieder faszinierend, was so im Hintergrund beim Dreh passiert. So erfährt man auch, wie mühselig teilweise einige Sachen sind und das sich die Kamerafrau hingelegt hat. Gut das nichts schlimmes passiert ist! Gerne mehr Hintergrundinformationen zu den Videos veröffentlichen.

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