Mein Trekkingurlaub im Frankenwald Teil 1

Frankenwald Trekkingtour

Diesmal schreibe ich einen Blog über unseren viertägigen, kleinen Trekkingurlaub im Frankenwald in Bayern. 

 

Schlafsack check, Zelt check, los geht's!

Schwarztee gekocht, ein paar Stullen geschmiert und los ging es gegen 7:00 Uhr mit dem Auto aus Witten Richtung Frankenwald (Bayern). Mit wenig Stau kamen wir gegen 13:00 Uhr in Bad Steben an. Also Kofferraum auf, die beiden voll gepackten Rucksäcke* (meinen nenne ich Brombeerbomber von Deuter) auf den Rücken geschnallt, Auto abgeschlossen und in die Wanderschuhe geschlüpft… und ab geht die Post! 
Die beiden Rucksäcke wogen jeweils ungefähr 15 Kilo. Zusätzlich haben wir noch jeweils eine 1 Liter Trinkblase* gehabt und an der Seite eine 1,5 Liter Wasserflasche. 

Das Wetter war gut! Die Sonne schien, nur am Himmel waren einige Wolken zu sehen und wir stiefelten bei 16-18° los. 

Frankenwald Trekkingtour

Der Weg

Vom Parkplatz aus liefen wir direkt an einer Kur-Klinik vorbei zu einem See. Zwei Angler saßen am Rand an einem Trampelpfad, der unseren Start der Route für den ersten Tag bedeutete. Geplant waren zum Trekking-Zeltplatz 12 Kilometer Fußmarsch.
Am See vorbei liefen wir über Felder, Wälder und zwei größeren Teichen zu einem Hügel. Der Himmel zog sich schon zu und es wurde ein wenig schwül, von den Gräsern ging eine enorme Hitze aus. 

Frankenwald Trekkingtour

Die Frankenwarte

Also erstmal die ersten Höhenmeter gemacht und ein bisschen über das warme Wetter geflucht, bis wir zum einem Aussichtstürmchen namens Frankenwarte kamen. Die Aussicht war so schön! 

Frankenwald Trekkingtour
Frankenwald Trekkingtour
Frankenwald Trekkingtour
Frankenwald Trekkingtour

Heidekraut und blaubeeren

“Betreten auf eigene Gefahr” stand als Schild an der Tür. Verständlich, im Turm war es sehr dunkel und die Treppen waren ein wenig feucht. Aber die paar Treppen sind nach den Höhenmetern absolut kein Problem mehr, oder? Um die Frankenwarte wuchs auch Heidekraut und Blaubeeren. Sie waren sogar reif, aber wegen des Fuchsbandwurmes habe ich mich nicht getraut, davon zu naschen. Eine Tafel mit den Wanderrouten war auch vor dem Turm zu finden und wir gingen den “Geo Pfad” weiter.

Frankenwald Trekkingtour
Frankenwald Trekkingtour

weiter und weiter, Schritt für Schritt

Den Hügel der Frankenwarte liefen wir also wieder bergab, an einem Bauernhof vorbei auf den nächsten Pfad. Unterwegs fand ich auch ein kleines schwarzes haariges Räupchen. Durch Wälder, Felder und Dörfchen ging es wieder einen Berg hinauf und wir liefen an einem wirklich großen Feld entlang. Neben dem Feld wuchs ein dichter Tannenwald, an dem eine kleine Bank stand. Perfekter Platz um das erste Mal Pause zu machen, immerhin waren wir schon 7 Kilometer unterwegs!
… Dachten wir auf jeden Fall, bis uns ein Mückenschwarm einhüllte und wir mit 15 neuen Mückenstichen (trotz unseres Mückensprays, die Biester haben DURCH die Kleidung gestochen) wegrannten. 

Wir scherzten schon, wie clever die Mücken waren, als sie diese harmlos erscheinende Bank bauten…

Frankenwald Trekkingtour

weiter und weiter, Schritt für Schritt

Wieder bergauf japsend gingen wir durch einen Wald. Der Himmel war jetzt ganz zugezogen, aber die Temperatur war perfekt. Nach einer Zeit kamen wir an eine Lichtung mit Felsbrocken und einer grandiosen Aussicht. 

Frankenwald Trekkingtour
Frankenwald Trekkingtour

Normalerweise freute ich mich immer über jeden Bergab-Part, aber leider bedeutete es auch immer, dass wir mindestens die gleichen Höhenmeter wieder hoch laufen durften. Aber der Weg war total aufregend. Der Geo Pfad führte uns zu einem anderen Aussichtspunkt, der allerdings so zugewachsen war, dass man nur Bäume gesehen hatte. Aber dafür war der Weg total abenteuerlich. Durch einen Laubwald ging es über Holzstufen weiter. 

Frankenwald Trekkingtour

Weiter ging es bergab, dann direkt den nächsten Hügel wieder bergauf. Wir checkten bei jeder Weggabelung unsere Karte und fanden uns wirklich einfach zurecht. Nur der letzte Anstieg war wirklich der härteste. Der Weg war sehr steil und langsam wurden die beide lahm. Wir sind auch richtig früh aufgestanden und die Müdigkeit setzte ein. Wir wussten von unserer Buchung, dass der Trekkingplatz an einer “Rehwiese”(so hieß der Trekkingplatz auch!) sein musste. Deshalb freute ich mich bei jedem Grasstück, dass ich im Wald erblickte und hoffte, dass es endlich unser Ziel war. 
Beim dritten Grasstück war es dann auch wirklich der Fall. 

Frankenwald Trekkingtour
Frankenwald Trekkingtour

Angekommen!

Endlich! Erstmal die Rücksäcke abgesetzt und das Zelt aufgeschlagen. An der Rehwiese gab es freie Platzwahl und neben uns standen noch drei weitere Zelte. In der Mitte der Rehwiese gab es eine Feuerstelle und neben einem Plumpsklo (ohja, das war zwar sauber aber Plumpsklos sind immer eine Nummer für sich) stapelten sich Holzscheite zur Benutzung und Brauchwasser. Das Brauchwasser ist gesammeltes Regenwasser zum Ausspülen von Sachen gedacht, auf keinen Fall trinken! 
Neben dem Plumpsklo stand auch eine Box indem es Wasserflaschen gab. Man sollte nur für eine Flasche einen Euro in eine Box werfen, dann durfte man sich etwas nehmen. Der Besitzer des Platzes kam auch vorbei und prüfte, ob die Getränke aufgefüllt sind und bot uns an, ein Bier zu holen. Wir lehnten dankend ab, immerhin mussten wir ja für den nächsten Tag fit sein! Achja: als kleiner Tipp, wenn man die Tour machen sollte: vergesst auf keinen Fall das Klopapier*. Wir hatten eine Rolle für 4 Tage dabei, das war perfekt. 

Ganz kaputt machten wir uns noch Spagetti mit Pesto, putzen unsere Zähne und gingen dann schlafen. 
Das war unser erster Tag!

Frankenwald Trekkingtour

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3 Kommentare zu „Mein Trekkingurlaub im Frankenwald Teil 1“

  1. Nicer Effekt bei einigen Fotos mit dem Maus over Effekt 🙂 . Oh ja Plumsklos, kenne ich auch noch. Viele sind ja nie im Leben mit einem in Berührung gekommen. Die kennen so was einfach nicht! Sehr schöner erster Bericht. Freue mich auf weitere und auf weitere tolle Fotos. Hört sich beim lesen an, als hättet ihr viel Spaß gehabt, auch wenn es mühsam bzw. anstrengend war.

  2. Pingback: Mein Trekkingurlaub im Frankenwald Teil 3 - Blog

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