Die Coronazeit und die Fotografie

die Coronazeit und die Fotografie

Hart. Für jeden

Ich erinnere mich noch, wie ich Silvester 2019 kurz vor Neujahr zu meinen Freunden sagte, dass 2020!!! irgendwas großes passieren wird. Keine Ahnung ob gut oder schlecht, aber irgendwas wird passieren.

Ich hab mich noch nie so geärgert, Recht gehabt zu haben. 

Im Januar las ich dann die ersten Geschichten über das Virus in China. Wie schlimm es dort ist, was das Virus da macht, etc etc etc. 
Ich weiß noch, wie ich in meinem Stream auf Twitch darüber berichtet habe und die Leute meinten, dass das komplett übertrieben ist oder Fake oder was auch immer. 

Dann kam es nach Deutschland – und alles wurde geschlossen. 
Sicher, das war meiner Meinung nach das Beste, was man machen kann, ohne Frage. Was aber witzig (eigentlich war es traurig) war … ich hatte zwei Tage vorm Lockdown einen echt krassen Wasserrohrbruch in meinem Studio und alles war kaputt, die Wohnungen unter meinem Studio liefen auch alle voller Wasser und deshalb wurde mein Studio als Ort zum auslagern genutzt. Und ich konnte 14 Wochen aus dem Grund nichts planen, nichts umbauen, noch nicht einmal das Studio betreten weil … wie denn auch, wenn alles voll gestellt war. 

Wenn ich was mache, dann richtig. Also machte ich halt aus der “schlimmen Zeit” eine “richtige schlimme Zeit”. So ganz ohne Fotografie. Auch nicht ein bisschen.

Aber es gibt auch was gutes!

Als das Studio wieder betretbar war, cancelte ich alle Jobs, die mit Makeup zu tun hatten und trug durchgehend Handschuhe und Maske, nahm extra weite Brennweiten, um ziemlich weit weg zu stehen und achtete auch darauf, woher die Leute kamen, checkte immer das RKI der jeweiligen Städte usw. 

Ich hatte ohnehin Anfang des Jahres ein Projekt geplant, bei dem ich sowieso auf Abstand ging, deshalb ging das total klar. Aber dennoch hat man ja das Virus im Hinterkopf und fragt sich auch die ganze Zeit, ob es denn Sinn macht zu shooten. Letztendlich verschob ich dann die Shootings doch auf 2021. Meine Workshops cancelte ich auch, denn ich wusste, das einige meiner Workshopteilnehmer mit dem Zug kommen würden und da möchte man als Workshopleiter auch niemanden einer Gefahr aussetzen. 

Also: Was genau bedeutet Fotografie in der Coronazeit für mich? 
Nicht zu fotografieren. Ganz klar.  
Aber dennoch denke ich, dass der Umstand des Virus auch neue Türen öffnet. 
Ich habe mein Album fertig gestellt, schreibe an neuen Liedern. Konnte alle Homepages überarbeiten, startete mit einem Blog usw usw usw. 
Also egal wie hart die Zeit auch sein mag, wir machen einfach alle das Beste daraus und dann läuft sogar ein Jahr wie 2020. 

 

 

2 Kommentare zu „Die Coronazeit und die Fotografie“

  1. Oh, das kann ich gut nachempfinden, bis hin zum Wasserschaden 😆. Ich habe auch seit Februar keinevYKamera mehr in die Hand genommen, außer zum Verkauf. Es hat sich halt alles geändert.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und Glück für 2021. Fühl Dich gedrückt!

    Ganz liebe Grüße,
    Roland

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